Galapagos Inseln Vogelleben - Landvögel
Wenige Spezien von Landvögeln bewohnen die Galapagos Inseln, Dreiviertel von ihnen sind endemisch. Anders als die Seevögel, von denen die meisten exzellente Langstreckenflieger sind, haben Landvögel aus den Tropen wenig Grund, um große Distanzen zurückzulegen. Obwohl Verwandte aller Galápagos Spezien auf dem nahen Festland gefunden werden können, würde sie nur eine merkwürdige Laune des Schicksals einige 1000 Kilometer wegschwemmen. Dies muss jedoch mindestens 14 Mal in der Vergangenheit passiert sein.
Bis auf einige Ausnahmen sind die Landvögel einfarbig. Als ob es das Fehlen der Farbprächtigkeit wiedergutmachen soll, ist ihre Zahmheit unübertroffen. Mit einem Verhalten gegenüber den Menschen, welches von Desinteresse, über Neugierde bis zu absoluter Angstlosigkeit führt, sind die Galapagos Landvögel eine Freude um sie zu beobachten und zu studieren.
Da die Galapagos Besucher typischerweise mehr Zeit auf dem und um das Wasser herum verbringen, bekommen die See-und Ufervögel in der Regel mehr Aufmerksamkeit als die
Landvögel. Die Seevögel sind meist größer, auffälliger, können einfacher beobachtet werden und zeigen viele verschiedene Arten von Verhalten. Landvögel auf der anderen Seite sind kleiner, farbloser und schwieriger zu entdecken. Es braucht mehr Aufwand, Geduld und Verständnis, sie zu beobachten. Einige Arten wie der Kuckuck und die Ralle haben nur kleine Populationen und neigen dazu, in ihren Gewohnheiten geheimnisvoll zu sein. Es gibt 29 bekannte Arten von Landvögeln auf Galapagos. Darwin hat sie auch fast alle entdeckt. Natürlich hat er nicht alle Inseln besucht und somit nicht alle Vögel gesehen. Darwin katalogisierte die Standvögel der Inseln im Buch "Voyage of the Beagle":
"Von den Landvögeln habe ich 26 Arten beobachtet, alle irgendwie absonderlich und nirgends sonst zu finden, bis auf eine
n Buschläufer-ähnlichen Finken aus Nordamerika (Dolichonyx oryzivorous*), welcher auf diesem Kontinent bis 54 Grad nördlich zu finden ist und hauptsächlich Sümpfe bewohnt. Die anderen 25 Vögel bestehen aus, erstens, Falken, interessanterweise im Körperbau zwischen einem Bussard und der amerikanischen Gruppe der aasfressenden Polybori; diesen letztgenannten Vögeln ähneln die Vögel hier am meisten, in jeder Gewohnheit, sogar im Tonfall. Zweitens gibt es hier 2 Eulen, welche den Sumpfohreulen und den Schleiereulen aus Europa ähneln. Drittens ein Zaunkönig, 3 Tyrannfliegenfänger (2 von ihnen von der Spezies der Pyrocephalus, 1 oder beide würden von Ornithologen nur als Unterart eingestuft werden), und eine Taube -- alle ähnlich, aber dennoch anders als die amerikanischen Spezien. Viertens, eine Schwalbe, welche sich von den Schwalben aus Nordamerika nur insofern unterscheidet, als dass sie farbloser, kleiner und schmaler ist, von Mr. Gould aber dennoch als speziell andersartig eingestuft wird. Fünftens gibt es 3 Spezien der Spottdrosseln -- eine Form, die stark charakteristisch in Nordamerika ist. Die übrigen Landvögel bestehen aus Finken, die bezüglich der Struktur ihrer Schnäbel, kurzer Schwanzfedern, Körperform und des Gefieders verwandt scheinen. Es gibt 13 Spezien, welche Mr. Gould in 4 Untergruppen geteilt hat. Alle diese Spezien sind einzigartig auf diesem Archipel..."
Charles Darwin, 1845
Standvögel
Kleiner Mangrovenkuckuck
Schleiereule
Sumpfohreule*
Purpurtyrann*
Schnäpperrohrsänger*
Goldschnabel-Sumpfhuhn
Glattschnabelani
* Endemische Unterspezies
Endemische Spezien
Galapagos Taube
Langschnabel-Fliegenfänger
Galapagos Falke
Spottdrosseln:
Galapagos Spottdrossel
Kapuzen-Spottdrossel
Chatham Spottdrossel
Charles Spottdrossel
Galapagos Ralle
Galapagos Martin
Darwin Finken:
Kleingrundfink
Mittelgrundfink
Grossgrundfink
Kaktusgrundfink
Großer Kaktusgrundfink
Scharfschnäbeliger Grundfink
Dickschnabel Darwinfink
Zweigdarwinfink
Kleinschnabel Darwinfink
Papageienschnabel Darwinfink
Spechtfink
Mangroven Darwinfink
Laubsängerfink
Galapagos Landvoegel - Vogelleben - Natur
Grundfinken
Galapagos Vogelleben & Evolution - Grundfinken

Die 4 Spezien der Grundfinken sind sich in der Farbe ganz aehnlich -- erwachsene Maennchen sind schwarz und Weibchen braun gestreift. Sie alle haben einen Schnabel, der gut ist, um Samen aufzubrechen und dann zu fressen.
Spitzschnabelfink
(Geospiza nebulosa) beheimatet im feuchten Hochland der zentralen und westlichen Inseln, ist der Spitzschnabelfi
nk hoch gefaehrdet. Manche Ornithologen glauben, er sei der urspruenglichsten Darwinfinkenform am naechsten. Auf Wolf Island (oder Culpepper, im Nordwesten des Archipels) wird dieser Fink "Vampirfink," genannt. Dies beruht auf der Gewohnheit, die Haut der Toelpel am Ruecken aufzupicken, so lang, bis Blut fliesst und die Finken dieses trinken koennen. Dieses Verhalten koennte aus der Tatsache entstanden sein, dass die Finken auch parasitische Insekten aus Vogelgefieder fressen (so wie auch Finken anderer Inseln).
Kleine Grundfinken

(G. fuliginosa) ist auf dem Archipel weit verbreitet, ausser auf Genovesa und den kleineren Inseln nordwestlich, Darwin (Wenman) und Wolf.
Mittelgrundfink

(G. fortis) ist ebenfalls auf kleineren Inseln nicht zu finden, wie etwa Espanola, Genovesa, Darwin und Wolf (wo er evt. ausgestorben ist).
Grosser Grundfink

(G. magnirostris), obwohl weniger verbreitet als andere Finken, finden man dieses Finken auf allen groesseren Inseln, ausser Genovesa und Wolf. Alle 3 Spezien der Grossgrundfinken haben eine sehr aehnliche aeussere Erscheinung und auch ein aehnliches Verhalten. Sie auseinanderzuhalten ist eine Herausforderung, sogar fuer Ornithologen.
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Kaktusfinken
Galapagos Voegel und Evolution - Kaktusfinken

Vermutlich Nachfahre der Grundfinken, da recht aehnlich in Faerbung und in Habitaten. Der maennliche Kaktusfink ist zumeist schwarz; die Weibchen sind gestreift (wie die Grundfinken).
Kleiner Kaktusfink

(Geospiza scandens) ist auf den zentralen Inseln beheimatet, ausser auf Fernandina - trotz der dort wachsenden Feigenkakteen (die vulkanische Aktivitaet dort kann an der Abwesenheit der Finken Schuld sein).
Grosser Kaktusfink

(G. conirostris) findet man nur auf Española, Genovesa, Darwin und Wolf. Beide Finkenspezien sieht man oft auf grossen dornigen Feigenkakteen. Sie fressen kleine Insekten aus den Blueten oder der Frucht selbst.
Dickschnabel Darwinfink
(G. crassirostris), obwohl mehr verwandt mit den Baumfinken, lebt der Dickschnabel Darwinfink hauptsaechlich im feuchten Hochland der groesseren Inseln. Er ist heller, eher wie der Baumfink, obwohl die Maennchen einen rabenschwarzen Kopf und Hals haben, ganz im Kontrast zur creme-farbenen Brust. Die Hauptnahrung umfasst Fruechte und weiche Samen, jedoch frisst dieser Vogel ab und an auch mal ein paar Insekten.
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Baumfinken
Galapagos Vogelleben & Evolution - Darwin Baumfinken
Baumfinken, wie ihr Name schon vermuten laesst, sind baumfoermig und fressen hauptsaechlich Insekten. Sie sind blasser als Kaktus-oder Grundfinken, mit grauen Koepfen, Fluegeln und weisser oder gestreifter Brust. Ihre Schnabelform ist spitzer als die der Grundfinken und auch nuetzlicher, um Dinge damit zu greifen -- sinnvoller, um Insekten zu fangen.
Kleiner Baumfink

(Geospiza parvula) lebt auf allen Hauptinseln, ausser Española, Genovesa, Marchena und Darwin.
Grosser Baumfink

(R. psittacula) ist auch selten auf Wolf, Santa Fé, Baltra, Pinzón and Rábida. Auch sehr selten auf der grossen und gastfreundlichen Insel Floreana.
Mittlerer Baumfink
(G. pauper), ist, wie man vermuten koennte, von mittlerer Groesse zwischen den anderen beiden Baumfinken. Seine Ausbreitung ist auf Floreana Island beschraenkt. Manche glauben, er sei ein Mischling des Kleinen und Grossen Baumfinken, die es beide auch auf Floreana gibt. Wie bereits angedeuted, ist der Grosse Baumfink nicht sehr haeufig auf Floreana vertreten - wenn der Mittlere Baumfink ein Abkoemmling ist, hat er vielleicht den Grossen Baumfinken dort ersetzt.
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Andere Finken
Galapagos Darwinismus und Vogelleben - andere Finkenspezien
Die miscellaneous Finken sind in vielerlei Hinsicht interessant, hier findet man den hoechsten Grad verhaltenstechnischer Anpassung.
Spechtfink
(Geospiza pallida), einer der wenigen Voegel weltweit, der "Werkzeuge" als Futterhilfe nutzt, in diesem Falle hier einen Zweig oder Kaktusdorn. Dieser kleine gelbliche Fink will seek out and select this implement to pry insects or their larvae out of small holes in cactuses, or from beneath bark. Sie wurden beobachtet, wie sie das Werkzeug von Baum zu Baum tragen, so, als haette es sich als sehr nuetzlich erwiesen und es weiterhin verwendet werden muesse. Der Spechtfink nistet im Hochland der Hauptinseln San Cristóbal, Santa Cruz, Santiago, Pinzón, Isabela und Fernandina.
Mangroven Darwinfink

(G. heliobates), ein wenig farbiger Vogel mit schmalem Schnabel. Er lebt auf Isabela und Fernandina. Ein steigender Meeresspiegel aufgrund globaler Erwaermung stellt eine direkte Gefaehrdung fuer diese Finkenart dar, da sie in den bedrohten Mangrovenwaeldern nistet.
Grasmueckenfink
(G. olivacea) ist der kleinste der Darwinfinken. Er hat seinen Namen von der Groesse und Form seines Schnabels, seiner Gefiederfaerbung und seines Rufens. Sogar Darwin war sicher, es handele sich hierbei um eine Grasmuecke. Doch John Gould -- der Darwins Kollektionen nach dessen Rueckkehr katalogisierte -- identifizierte den Vogel nach seiner Anatomie richtig als eine Finkenart. Trotz seiner einzigartigen Rolle innerhalb der Darwinfinken, ist es die weitverbreiteste Spezies. Sie nistet im Hochland der grossen Inseln, wird aber ueber das ganze Archipel hinweg gesichtet.
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Galapagos Falke
Galapagos Falke
Einst weit verbreitet im Zentrum des Inselarchipels ist der endemische Galápagos Falke (Buteo galapageoensis) heute eine der gefaehrdetsten Populationen der Inseln. Es handelt sich um einen dunklen, schoenen Vogel, aehnlich dem Swainson's Falken Nordamerikas, mit lightly barred Schwanzfedern. Er frisst Lizzards, kleine Echsen, Ratten und kleinere Voegel wie Tauben und Spottdrosseln. Seine Sehkraft ist typischerweise exzellent.
Da er an der Spitze der natuerlichen Nahrungskette auf Galapagos steht, ist dieser Falke nahezu angstfrei und somit auch einfach anzunaehern. Charles Darwin schrieb:
"Eine Waffe ist hier geradezu ueberfluessig; noetig sind eher Muskeln, um den Falken aus dem Baum zu schuetteln."
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Spottdrosseln
Galapagos Vogelleben - Spottdrosseln
Spottdrosseln sind extrem zahme und sehr neugierige Voegel - sie werden sich freudig den Touristen am Strand naehern, um zu schauen, ob sie Wasser oder Futter dabei haben. Sie sollten die Voegel jedoch nicht fuettern, denn das wuerde sie auf kurz oder lang abhaengig von den Menschen machen. Es gibt 4 verschiedene Spezien von Spottdrosseln auf den Inseln - 3 davon gibt es nur jeweils auf einer Insel, die andere hingegen ist auf allen Inseln zu finden.
Obwohl Schildkroeten und Finken die Tiere sind, die einem als erstes in den Sinn kommen, wenn man an Darwin, die Evolution oder Galapagos denkt, so sind es doch die Spottdrosseln, die als erstes Darwins Aufmerksamkeit auf die merkwuerdige Vielfalt von Spezien auf dem Inselarchipel auf sich gezogen haben.
"...die verschiedenen Inseln haben vermutlich ihre eigene repraesentative Spezies oder Rasse der Amblyrhynchus, genauso wie bei den Schildkroeten. Mein Interesse wurde geweckt, als ich alle zahlreichen Spezien, die ich, bzw. meine Maenner, geschossen hatten, verglich und ich zu meinem Erstaunen feststellte, dass alle Spottdrosseln von Charles Island zu einer Spezies (Mimus trifasciatus) gehoerten; alle von Albemarle Island zu M. parvulus; und alle von James und Chatham Islands...gehoerten zu M. melanotis."
Charles Darwin, 1845
Auf den Galapagos Inseln gibt es 4 Spezien der Spottdrosseln:
Galápagos Spottdrossel
(M. parvulus) ist vermutlich die Ursprungsspezies, die aus San Cristóbal stammt und sich dann wohl Richtung Westen verteilte. Diesen aggressiven Vogel kann man auf allen Hauptinseln finden, ausser auf denen, wo sich konkurrierende Spottdrosseln entwickelt haben. Sie sind Allesfresser und ihre Gewohnheit, kleinen Lavalizzards und Insekten nachzurennen stellt unweigerlich den Vergleich mit Roadrunnern her.
San Cristóbal Spottdrossel

(M. melanotis) ist die Population, die auf der Ursprungsinsel "zurueckgelassen" wurde. Sie ist charakterisiert durch sehr auffaellige Augenklappen um die gelben Augen herum.
Española Spottdrossel
(M. macdonaldi), auch bekannt als Hood Spottdrossel lebt auf Española und den umgebenden Inseln. Die Hood Spottdrossel ist sehr aggressiv. Es ist nicht sonderlich ungewoehnlich, dass sie auf dem Hut eines der Besucher landet - sie untersuchen jedes unbekannte Objekt, immer auch auf der Suche nach Futter und Wasser. Viele Besucher auf Española (oder Hood Island) sind fasziniert von der Dreistigkeit und scheinbaren Intelligenz dieser Voegel.
Floreana Spottdrossel
(M. trifasciatus), ebenfalls nach ihrem Hauptlebensraum benannt. Sie hat den laengsten Schnabel der 4 Spezien und ist wesentlich zahmer und noch neugieriger als die anderen. Die auch etwas "geistlosere" Floreana hat die interessante Angewohnheit, in dornigen Feigenkakteen zu nisten, die einzige Spottdrossel, die das tut. Leider ist dieser Vogel inzwischen auf Floreana Island selbst ausgestoren - aus den typischen und bereits oft genannten Gruenden: Katzen, Hunde, Ratten, Ziegen, Schweine und andere mitgebrachte Tieren, die die Eier geraubt und den Lebensraum "leergefressen" haben. Man kann die Drossel immernoch Naehe Champion Island sehen, wo der schwere Fuss der Zivilisation noch nicht aufgesetzt ist.
Interessanterweise leben, betrachtet man die Hauptinseln des zentralen Archipels, nur auf Pinzón keine Spottdrosseln, trotz der Lage zwischen Santa Cruz und Isabela. Vielleicht ist der limitierte Lebensraum auf Pinzón ein Grund. Ausserdem sind Spottdrosseln auch keine Voegel, die grosse Distanzen fliegen. Weiterhin hat ihr Verhalten, sowie auch ihre physische Entwicklung auf verschiedenen voneinander getrennten Inseln ihre Isolation bekraeftigt. In Zeiten der amerikanischen Besetzung im Zweiten Weltkrieg sind sie auf Baltra ausgestorben und haben sich bis heute noch nicht wieder voellig erholt, trotz der Distanz von einer halben Meile, die die Insel von Santa Cruz trennt.
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Galapagos Eulen
Galapagos Vogelleben - beheimatete Eulen
2 Eulenspezien sind auf Galapagos sesshaft:
Die Sumpfohreule

(Asio flammeus) Die Sumpfohreule kann man haeufig auf Genovesa (Tower) Island beobachten, wo sie auf der Suche nach Futter Sturmvoegelkolonien aufsucht. Sie wartet am Eingang einer Sturmvogelhoehle und stuerzt sich dann mit ihren Klauen auf einen sich annaehernden Vogel. Die Ohren der Eule sind sehr kein und nur schwer zu sehen.
Galapagos Schleiereule
(Tyto punctissima) lebt auf Santa Cruz, Isabela, San Cristóbal und Fernandina. Es kann sein, dass sie auf Floreana bereits ausgestorben ist, aufgrund von eingefuehrten Saeugetieren wie z.B. Katzen. Sie besitzt das auffaellige herzfoermige Gesicht der Schleiereule, ist jedoch kleiner und dunkler. Wie ihre Verwandte ist sie fast vollstaendig nachtaktiv und somit nur selten zu sehen. Die Nahrung der Galapagos Schleiereule besteht in erster Linie aus kleinen Nagetieren, Lizzards, Voegeln und Fledermaeusen. Ihr Lebensraum befindet sich in Lavaroehren, Baumloechern und verlassenen Gebaeuden.
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Galapagos Tauben
Galapagos Taube - Inselvogelleben
Die kleine Galapagos Taube ist endemisch auf den Insel
n und besonders in den trockenen Gebieten der Hauptinseln zuhause. Ein Prozess der Evolution auf Genovesa Island hat die Dornen der Kakteen weicher werden lassen und gibt den Tauben somit die Moeglichkeit die Blueten zu bestaeuben. Dies geschah aufgrund des Mangels an Bienen, die diese Funktion normalerweise uebernehmen wuerden.
Die Galapagos Taube (Zenaida galapagoensis) ist ein huebscher und zahmer Vogel mit recht guten Manieren. Er ist rot-braun mit schwarzen und weissen Flecken, Spuren von einem Weiss-Gruen, roten Fuessen und hellblauen Ringen um die Augen. Ihr Schnabel ist nach unten gebogen, laenger und auch mehr gebogen als der der meisten anderen Tauben. Normalerweise sehr ruhig, erinnert ihr tiefer Ruf Manche doch an eine Trauertaube.
Ihr herausstechendster Charakterzug ist allerdings ihre Zahmheit -- Piraten aus dem 18. Jahrhundert berichteten von Tauben, die auf ihren Koepfen und Schultern landeten. Besucher heute sehen Tauben oftmals nur einige Meter von ihnen entfernt mit einem sehr neugierigen Blick in den Augen. Diese Zahmheit hatte allerdings ihren Preis: dem Ornithologen Roger Tory Peterson zufolge assen nur 10 Maenner auf Santiago Island innerhalb von 3 Monaten 39.000 Tauben. Darwin beschrieb, wie er einst einen Jungen, bewaffnet nur mit einem Stock, traf, der jeden Tag zur selben Wasserstelle kam, um "einen kleinen Happen der Tauben zum Abendessen zu besorgen."
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Darwin Finken
Galapagos Inseln Vogelleben und Evolution - Darwin Finken
Die Galapagos Inseln sind das Zuhause von 13 Finkenarten, die zu 4 Gattungen gehoeren. Diese Finken entwickelten sich alle aus einer einzigen Finkenart, welche den Jacariniammer Finken sehr aehnlich sieht, die oft entlang der Pazifikkueste Suedamerikas gesichtet werden. Sobald dieser Fink dann auf Galapagos war, passte er sich an sein neues Habitat an. Die Groesse und Form der Schnaebel zeigt jeweils die Spezialisierungen der Finkenarten an.
Dickschnabel Darwinfinken und Grundfinken haben alle einen kleinen Schnabel, waehrend Baumfinken einen eher ausladenderen und Kaktusfinken, Waldsaengerfinken, sowie Spechtfinken einen Schnabel haben, der gut fuer Untersuchungen geeignet ist.
Alle Darwin Finken besitzen etwa Spatzgroesse und sind auch rein aeusserlich aehnlich mit grauen, braunen, schwarzen oder olivfarbenen Federn. Sie haben kurze rundliche Fluegel und auch rundliche Schwanzfedern, die oft aussehen, als wuer
den sie zu einer Seite aufgestellt sein. Die meisten Maennchen entwickeln ein solides schwarzes Gefieder, die Weibchen hingegen ein eher eintoeniges graues Federkleid. Ausnahmen bilden die Dickschnabel Darwinfinken und die Baumfinken. Die Maennchen hier haben nie ein ganz schwarzes Gefieder, sondern eher einen schwarzen Kopf, Hals und eine schwarze Brust. Grasmuecken, Spechtfinken und Mangroven Darwinfinken besitzen ein olivfarbenes Federkleid.
Die Finken haben ganz unterschiedliche Nahrungsgewohnheiten. Manche fressen Samen, anderen Insekten. Die Grundfinken ernaehren sich von Zecken, die sie mit ihren Schnaebeln von Schildk
roeten, Land-und Meerechsen entfernen. Oder aber sie stossen Eier gegen Felsen, so dass sie deren Inhalt fressen koennen. Auf der Insel Wolf gilt der scharfschnaebelige Grundfink als "Vampirfink", da er einfach auf den Ruecken der Masken-und Rotfusstoelpel springt, mit dem Schnabel das Fleisch aufpickt und dann das Blut trinkt. Specht-und Mangroven Darwinfinken benutzen kleine Zweige und Kakteenstacheln als Werkzeuge, um sich von den Larven in toten Aesten zu ernaehren.
Obwohl sie sich spezielle Fressgewohnheiten angelegt haben, ernaehren sich die meisten Finken d
och von denselben Dingen. Die Spezialisierung entwickelte sich, um den Voegeln zu helfen, in Trockenzeiten oder Duerren, wenn es nur wenig Nahrung gibt, zu ueberleben. Dann erlauben diese alternativen Futterquellen, besser mit anderen Voegeln und Tieren um Nahrung konkurrieren zu koennen.
Es gibt 13 Spezien von Darwinfinken auf den Galapagos Inseln:
Grundfinken
Kleingrundfink "Geospiza fuliginosa"
Mittelgrundfink "fortis"
Grossgrundfink "magnirostris"
Scharfschnaebeliger Grundfink "difficilis"
Kaktusfinken
Kaktusgrundfink "scandens"
Grosser Kaktusgrundfink "conirostris"
Dickschnabel Darwinfink "Platyspiza crassirostris"
Baumfinken
Kleiner Baumfink "Camarhynchus parvulus"
Mittlerer Baumfink "pauper"
Grosser Baumfink "psittacula"
Andere Finken
Spechtfink "Cactospiza pallidus"
Mangroven Darwinfink "heliobates"
Grasmueckenfink "Certhidea olivacea"
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Fliegenschnaepper
Galapagos Landvoegel - weitere Vogelarten
Glattschnabelani
Auch bekannt als "Garrapateros" fressen diese Voegel besonders gern Zecken (garrapatas) und erhalten daher auch ihren Namen. Sie wurden eingefuehrt, um das Vieh von der Zeckenplage zu befreien. Heutzutage sind SIE jedoch die eigentliche Plage, denn sie bringen die drei Finkenarten um ihr Futter. Es handelt sich um einen schwarzen Vogel von Kraehengroesse, mit grossen herunterhaengenden Schwanzfedern, einem schwarzen Schnabel und einem wunderschoenen hohen Ruf.
Schnaepperrohrsaenger
(Dendroica petechia) Ein sehr farbenfroher Vogel ist
der helle Schnaepperrohrsaenger. Dieser Vogel ist nicht endemisch und kann ueberall von Alaska bis Peru gefunden werden. Das Maennchen hat duenne rote Streifen auf der Brust und ein rotes Kaeppchen. Dieser Vogel ist weit verbreitet auf Galapagos und besonders oft in Mangroven und Manzanillo Baeumen zu finden.
Galapagos Schwalbe
(Pronge modesta), ein weiterer endemischer Vogel, eine violett-glaenzende Schwalbe, die in Kliffs bei Tagus Cove oder in Kraterraendern nistet. Manche glauben, die Population hier ist nur geringfuegig abweichend von der der Blauschwalbe (P. Concolor) aus Suedamerika.
Kleiner Mangrovenkuckuck
(Coccyzus melacoryphus), die erste Sichtung auf Galápagos war im Jahre 1888 auf San Cristóbal und Floreana. Heute findet man ihn auch auf den meisten anderen grossen Inseln. Urspruenglich beheimatet in den Tropen von Argentinien
bis Kolumbien hat er seine Ankunft und das erfolgreiche Eingewoehnen auf den Inseln vermutlich denselben umweltbedingten Faktoren zu bedanken, die wiederum andere Spezien bedrohen. Das warme Wasser der El Niño Jahre bestaerkte seine Verbreitung noch mehr und so hat der Kleine Mangrovenkuckuck sich auch auf anderen Inseln des Kontinents niedergelassen. Aufgrund seiner "kuerzlichen Immigration" auf Galapagos ist dieser Vogel scheu und instinktiv auf der Hut vor Menschen.
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