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Seevögel

Galapagos Inseln Seevögel

Die kalten, sauerstoffreichen Gewässer um Galapagos ermöglichen vielen marinen Pflanzen und Tieren das Leben dort, welche wiederum einer Vielzahl von Seevögeln das Leben ermöglichen. Die meist-beobachteten Seevögel gehören zur Familie der Pelikane. Auf Galapagos gibt es 2 Spezien der Fregattvögel, 3 der Tölpel, den Braunen Pelikan, den Tropikvogel und den flugunfähigen Komoran.

Keine marine Region wäre komplett ohne Seemöwen (Gattung der Charadriiformes) und die Galapagos Inseln sind da keine Ausnahme. Es gibt hier jedoch nur 2 Spezien der Möwen: die Gabelschwanzmöwe und die Lavamöwe. Beide gibt es nur auf Galapagos. Ein weiterer Vogel, der zu dieser Gattung gehört ist die Noddy-Seeschwalbe.

Eine dritte Gattung der Seevögel auf Galapagos ist die Procellariiformes. Die Gattung besteht aus allgegenwärtigen, jedoch schwer zu beobachtenden Audubonsturmtaucher und einer Vielfalt an Sturmschwalben. Sie inkludiert auch den wunderschönen Galapagosalbatros, welcher mit seiner Spannweite von 7-8 Fuß der groößte Vogel des Archipels ist.

Die letzte große Gattung von Seevögeln auf Galapagos ist die der Sphenisciphromes, der Pinguine! Der einzige am Äquator beheimatete Pinguin ist der Galapagos Pinguin.

Galapagos Fregattvogel

Galapagos Vogelbeobachtungen Fregattvogel

Fregattvögel, auch Man O'War genannt, sind im Grunde nicht wasserdichte Seevögel! Was für ein Widerspruch! Sie sind groß (fast 1,8m Flügelspannweite), leichtgewichtig und haben einen langen gebogenen Schnabel, um Fische zu fangen ohne nass zu werden. Fregattvögel haben allerdings auch einen einfacheren Weg, um an Nahrung zu kommen: Sie stehlen von anderen Vögeln, besonders gern von Rotfußtölpeln (das ist eine natürliche Überlebensstrategie). Und wenn es an der Zeit ist, Jungvögel aufzuziehen, dann stehlen sie andere Nester oder wenigstens ein paar Nistmaterialen fremder Nester.

Männliche Fregattvögel besitzen ein glänzendes grünes oder violettfarbendes Gefieder (kommt auf die Spezies an) und ein strahlendes purpurfarbenes Bäuchlein, welches bei der Balz stolz zur Schau getragen wird. Es gibt 2 Arten der Fregattvögel auf Galapagos: den Prachtfregattvogel und den Bindenfregattvogel. Ihre Hauptnistgebiete findet man auf Genovesa (Tower) und North Seymour Island.

Prachtfregattvogel (Fregata magnificens)

Der größte der 2 Fregattvögel auf Galapagos misst 1,10m  und hat eine Flügelspannweite von 2,45m. Das Männchen ist komplett schwarz mit einem violetten Glanz auf dem Rücken, sowie dem typischen purpurnen Bäuchlein, welches ausschließlich während der Brutzeit zu sehen ist. Das Weibchen hat eine weiße Brust und eine weiße Schulter, ist aber ansonsten komplett schwarz. Am besten sieht man diese Vögel auf: North Seymour, Floreana, Isabela, San Cristobal und Genovesa.

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Galapagos Toelpel

Galapagos Toelpel - maskiert, blaufuessig, rotfuessig

Toelpel gehoeren zu der Familie der Sulidae. Auf Galapagos gibt es 3 Toelpelarten: Den Maskentoelpel oder auch Nazca Toelpel (Sula dactylatra), den Rotfusstoelpel (Sula sula) und den Blaufusstoelpel (Sula nebouxii). Trotz der offensichtlichen farblichen Unterschiede sind sich die 3 Toelpel sehr aehnlich in ihrer Koerperform, wobei der Maskentoelpel der groesste und der Blaufusstoelpel der kleinste ist. Wenn er auch der kleinste ist, so hat der Blaufusstoelpel rein proportional gesehen die laengsten Schwanzfedern. Alle drei haben einen torpedoartigen Koerper mit scharfen Schnaebeln. Der urspruengliche spanische Name leitet sich auch daher ab: "piquero enmascarado" (Maskentoepel), "piquero patas rojo" (Rotfusstoepel) und "piquero patas azul" (Blaufusstoepel). Der Ursprung des Namens "Boobie" (engl. fuer Toepel) ist jedoch weniger klar. Er koennte vom Wort "bobo" bzw. Clown abgeleitet sein, in Bezug auf ihre Gewohnheiten frueher auf Schiffen zu landen und sich einfach von Seemaennern.

Blaufusstoelpel

Benannt nach ihren blauen Fuessen und Beinen, stellen die Blaufusstoelpel die groesste und gleichzeitig beispielloseste Gruppe ihrer Galapagos-Gattung dar. Ihr natuerlicher Wohnraum befindet sich im Gebiet von Peru nach Mexiko. Junge Blaufusstoelpel sehen den ausgewachsenen Exemplaren sehr aehnlich, wenn es auch 2-3 Jahre dauert bis sie ihr typisches Gefieder mit den blassen Streifen auf dem Kopf, dem dunklen "Mantel" mit weissen Flecken auf Nacken und Rumpf, dem weissen Bauch und den schwarzen Schwanzfedern haben. Blaufusstoelpel nisten in Kolonien. In grossen Kolonien kann es vorkommen, dass das ganze Jahr ueber gebruetet wird, wobei ein Blaufusstoelpel-Paar etwa alle 7 bis 9 Monate bruetet. Sie koennen auf den meisten Galapagos-Inseln noerdlich des Aequators beim Brueten beobachtet werden.

Rotfusstoelpel

Diese Toelpel erreichen eine Groesse von etwa 71 cm mit einer Fluegelspannweite von 1.37 m. Die meisten der Rotfusstoelpel sind bis auf ihre roten Fuesse und die hellblauen Schnaebel mit rotem Ansatz ueberall braun. Ein kleiner Teil der Rotfusstoelpel wird auch mal mit den Maskentoelpeln verwechselt, die weisse Koepfe, Koerper und Fluegel, rote Fuesse und blaue Schnaebel haben. Rotfusstoelpel bauen ihre Nester in kleinen Baeumen und in Bueschen. Kolonien koennen in Tower, Culpepper, Wenman, Gardener-near-Floreana, Punta und Isla Pitt gefunden werden. Diese Voegel werden selten in Gegenden ausserhalb ihrer Brutbereiche gesehen. Eier koennen das ganze Jahr ueber gefunden werden, die Jungtiere schluepfen alle etwa zur gleichen Zeit.

Maskentoelpel

Der groesste der Galapagos Toelpel erreicht eine Groesse von 76 bis 89 cm mit einer Fluegelspannweite von 1,5 bis 1,8 m. Erwachsene Voegel koennen leicht identifiziert werden aufgrund ihrer schoenen weissen Koepfe, Koerper und Fluegel, den dunklen Schwanzfedern, der "Maske" und der Flecken auf dem Ruecken. Jungvoegel koennen wegen ihrer grauen Fuesse, des dunklen Kopfes und Bauches auch mal fuer einen Maskentoelpel gehalten werden.

Maskentoelpel kommen in den Tropen und Subtropen vor. Sie nisten in Kolonien entlang von Riffen oder Meeresraendern. Sie sind die einzigen Galapagos Toelpel, die einen jaehrlichen Brutzyklus haben, wenn dieser auch von Insel zu Insel variiert. Auf Tower Island zum Beispiel wird ein Grossteil der Eier zwischen August und November gelegt, waehrend die Eier auf Hood Island zwischen November und Februar gelegt werden.

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Weitere Seevoegel

Galapagos Inseln - weitere Seevoegel

Seevoegel sind die haeufigste Spezies auf Galapagos, die Liste dieser Arten ist sehr lang. Viele sind endemisch und haben sich einzigartig an das Inselleben angepasst. Es gibt auch Zugvoegel, die jedes Jahr vorbeiziehen und einige Zeit auf Galapagos verbringen. Schliesslich haben sich einige auch weiterentwickelt, angepasst und sind geblieben. 

Untenstehend finden Sie eine Liste mit weiteren Seevoegeln, die Sie auf dem Galapagos Archipel finden koennen:

Noddy-Seeschwalbe

Diese Voegel nicken sich als Teil ihres Balzrituales zu. Sie gehoeren zu den Seeschwalben. Sie sind dunkelbraun mit einer grau-weissen Kappe. 

Hawaiisturmvogel

Fast ausgestorben auf Hawaii, kommt der Hawaiisturmvogel auf Galapagos wieder zurueck ins Leben. Er ist dem Audobonsturmtaucher sehr aehnlich, jedoch ist dieser wesentlich kleiner. Der Hawaiisturmtaucher hat einen weissen Bauch.

 

Gabelschwanzmoewe

Auf einer Nachtfahrt durch die Galapagos-Gewaesser wird Ihnen ein Vogel, wie es scheint meilenweit, folgen. Das sind die nachtaktiven Gabelschwanzmoewen, die das naechtliche marine Leben jagen. Mit ihren rotgeringten Augen und dem aussergewoehnlichen Verhalten gegenueber Kameras und Nahaufnahmen, stellen sie suesse und sehr geduldige Modelle dar. Sollten Sie sich ihnen zu sehr naehern, werden sie das mit ihren scharfen Alarmrufen kundtun. 

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Galapagos Pinguine

Galapagos Inseln - Galapagos Pinguine 

Die Galápagos Pinguine versammeln sich entlang der steinigen Lavakueste von Isabela, Fernandina, Santiago und Bartolome und lassen sich von dem Cromwell und dem Humboldt Strom abkuehlen. Der Humboldt Strom ist derjenige, welcher sie den ganzen Weg hinauf zu diesen tropischen Gefilden gebracht hat. Schauen Sie genau nach Felsspalten an der Lavakueste, denn Pinguine nisten darin. Kleine Lavaroehren sind ebenfalls ein sehr beliebter Platz dafuer. 

Trauen Sie sich, einen Torpedo im Wasser zu beobachten? Springen Sie mit den Pinguinen hinein und schauen Sie diesen grazilen Wesen zu, wie sie raketenschnell wie ein Pfeil durch das Wasser schiessen.

Dies ist der kleinste der Warmwasserpinguine. Er misst gerade einmal 40 bis 45 cm und wiegt nur 2 bis 2,5 kg. Galapagos Pinguine haben ein weisses Band, dass unter ihrem Kinn verlaeuft. Sie haben eine schwarze, verkehrte Hufform um ihren Bauch herum. Die Galapagos Pinguine moegen den Magellanpinguinen sehr aehnlich sehen, aber er ist kleiner und die schwarzen Stellen auf dem Bauch sind kleiner. Es sind weiterhin die Pinguine, die am noerdlichsten ueberhaupt leben.

Diese Pinguine benutzen Hoehlen und legen 2 Eier. Sie paaren sich und nisten nur, sofern es genuegend Nahrung gibt. Oftmals wird nur ein Kueken aufgezogen. Beide Elternteile brueten etwa 38-40 Tage und auch nach dem Schluepfen kuemmern sich beide um den Nachwuchs. Circa 30 Tage lang passen die Erwachsenen auf die Kueken auf. Dann mausern sich die Jungtiere, bekommen das Gefieder ihrer Eltern und sind dann nach 60-65 Tagen auf sich allein gestellt. 

Eines der Hauptprobleme des Galapagos Pinguins ist es, sich kuehl zu halten. Da sie nahe am Aequator leben, kann es waehrend des Tages bis zu 38 Grad Celsius heiss werden. Sie kuehlen sich ab, indem sie im kalten Wasser des Cromwell Stromes schwimmen und nach Futter jagen. In den kaelteren Naechten schlafen und nisten sie an Land. Sie strecken ihre Flossen aus, um ihrem Koerper zu helfen, die Hitze entweichen zu lassen. Sie schuetzen ihre Fuesse an Land vor Sonnenbrand, indem sie ihre Flossen ueber die Fuesse legen. 

Galapagos Pinguine fressen hauptsaechlich kleine Fische, etwa Meeraeschen und Sardinen. Sie sind abhaengig von den ozeanischen Stroemen, die Fische in ihre Jagdbereiche bringen. El Niño verursachte eine schlimme Futterknappheit vor circa 20 Jahren. Zu dieser Zeit starben ueber 70% aller Galapagos Pinguine. Seit damals hat sich ihre Population wieder erholt, doch viele Wissenschaftler glauben, dass diese Spezies bedroht ist. Es wird berichtet, dass es etwa noch 800 bruetende Paare weltweit gibt. 

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Lavamoewen

Galapagos Inseln Lavamoewe

Eine fast komplett dunkle Moewe, heimisch nur auf Galapagos. Ihr Kopf und die Fluegel sind fast vollstaendig schwarz, der Rest des Koerpers ist dunkelgrau, wird jedoch am Bauch blasser. Sie haben ober-und unterhalb der Augen weisse Augenbrauen, was je nach Individium variieren kann, und rote Augenlider. Die Beine, sowie der Schnabel sind schwarz, waehrend der Rachen purpurrot ist. Dies kann man oft beobachten, da sie haeufig lange und laute moewentypische Rufe mit weit geoeffnetem Schnabel von sich geben. Der Jungvogel hat ein weitestgehend braunes Gefieder. 

Die Lavamoewe ist in erster Linie ein Aasfresser und Nestraeuber. Sie frisst auch Lizzards und frisch geschluepfte Echsen und Schildkroeten, manchmal faengt sie auch Fische und kleine Krustentiere in flachen Lagunen und Strandgebieten. Das Nisten uebernimmt das Weibchen. Es bruetet an geschuetzten Lagunen und Straenden. Die 2 olivgruenen, stark gepunkteten Eier der Lavamoewe fuegen sich perfekt in die Umgebung ein und sind nur schwer auszumachen. Das Ausbrueten der Eier dauert etwa 30 Tage und nach etwa 60 Tagen werden die Jungtiere fluegge, wobei sie noch fuer eine Weile von den Erwachsenen "beaufsichtigt" werden. 

Da sie Aasfresser sind, sind noch unreife Lavamoewen aus der Natur heraus selbststaendiger als Arten mit spezielleren Fressgewohnheiten. Waehrend man davon ausgeht, dass die Gesamtpopulation nur noch etwa 400 Paare umfasst, sind sie zwar nicht in direkter Gefahr, dennoch sind sie augenscheinlich verletzbar, besonders aufgrund ihrer Gewohnheit, am Boden zu nisten.

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Sturmschwalben

Galapagos Inseln Vogelleben - Sturmschwalbe

Der Name "Petrel" (engl. fuer Schwalbe) leitet sich vermutlich von St. Peter ab, denn ihre Gewohnheit, nicht direkt auf dem Wasser zu landen, sondern ihre Fuesse nur "einzustippen" und ueber die Oberflaeche zu flattern, waehrend sie Plankton fressen, laesst sie aussehen, als wuerden sie ueber das Wasser laufen. Weltweit gibt es 8 Gattungen der Sturmschwalbe, welche etwa 20 Spezien umfassen. Diese 8 Gattungen werden in 2 Hauptgruppen aufgeteilt, eine bewohnt die noerdliche Hemisphaere und die andere die suedliche, wobei es einige Ueberlappungen in den Tropen gibt. Auf Galapagos gibt es drei heimische Spezien:

Elliotsturmschwalbe (Oceanites gracilis), Madeirawellenlaeufer (Oceanodroma castro), Galapagossturmschwalbe (Oceanodroma tethys)

Von den dreien ist die Oceanites eine suedliche Spezies, hingegen die Oceanodroma eine der noerdlichen Hemisphaere. Beide, die Elliotsturmschwalbe und die Galapagossturmschwalbe sind Subspezien, die nur auf Galapagos heimisch sind. Andere Sturmschwalbenspezien wurden gelegentlich als "Wanderer" gesichtet.

Sturmschwalben sind oft leicht zu erkennen, da sie recht klein sind (15-20cm), schnelle Bewegungen machen und in der Regel sehr weit vom Beobachter entfernt sind. Die Elliotsturmschwalbe ist die Spezies, welche nahe der Kueste am haeufigsten gesehen werden kann. Sie gehoert zu den suedlich vorkommenden Spezien und typisch fuer diese, hat auch sie sehr lange Beine, welche hinter den Schwanzfedern hervorragen. Auf Galapagos ist sie die einzige Schwalbe mit diesem Merkmal. Alle 3 Spezien auf Galapagos haben einen weissen Fleck auf ihrem Rumpf.

Trotz der Tatsache, dass die Elliotsturmschwalbe heimisch und nur eine auf Galapagos vorkommende Unterspezies ist, wurden ihre Brutstaetten noch nie gefunden. Untersuchungen toter Exemplare ergaben, dass sie ihre Eier etwa von April bis September legen. Die anderen 2 Spezien, beide Oceanodroma, haben gut eingerichtete Brutstaetten. Eine sehr bekannte liegt auf den Klippen ueber Prince Philip's Steps auf Genovesa. Dort nisten die Voegel in den zahlreichen Lavaroehren und -rissen, die den den Boden durchsieben. Die Voegel fliegen schnell vor und zurueck, eher wie ein Schwarm Insekten, denn ein Schwarm Voegel. Die Galapagossturmschwalbe ist die einzige, die sich waehrend des Tages in ihrer Brutstaette aufhaelt und sich nachts auf die Suche nach Futter macht. Wenn man also zu irgendeiner Tageszeit eine fressende Sturmschwalbe sieht, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um eine Galapagossturmschwalbe. Die Galapagossturmschwalbe bruetet von April bis Oktober, dabei legt sie nur ein Ei, das von beiden Elternteilen ausgebruetet wird. 

Der Madeirawellenlaeufer legt ebenfalls nur ein Ei, bruetet allerdings in 2 "Gruppen". Einmal von Februar bis Oktober und von Oktober bis Mai. Wie andere Sturmschwalben, jedoch anders als die Elliotsturmschwalbe, frisst der Madeirawellenlaeufer tagsueber, normalerweise weiter draussen auf dem Meer als die Elliotsturmschwalbe, und kehrt nachts zu seiner Brutstaette zurueck. 

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Galapagosalbatros

Galapagos Inseln Vogelleben - Galapagosalbatros

Der Galapagosalbatros ist der groesste Vogel der Galapagos Inseln. Er ist im oestlichen Pazifik beheimatet. Mit einer Fluegelspannweite von 3,5 m koennen diese Voegel Windstroemen tagelang folgen. Ihr einziges Zuhause auf Galapagos ist Española (Hood) Island, wo spektakulaere Balzverhalten jeden Besucher faszinieren. 

Albatrosse verlassen ihre Heimat Anfang Januar und kommen Anfang April wieder. Sie folgen den kalten Gewaessern zurueck an die Kueste Suedamerikas. Wenn der Suedost-Passat zurueckkommt, bringt dieser nicht nur kaltes naehrstoffreiches Wasser, sondern auch Albatrosse mit sich.

Einer der interessanten Fakten ueber den Albatros ist sein Fuettermechanismus fuer die Jungtiere: Fischoel! Was fuer eine Anpassung fuer die langen Fluege ueber den Ozean. Der Albatros hat ausserdem die Faehigkeit Salwasser zu trinken und das Salz durch Druesen an den Augen zu filtern und es anschliessend durch Roehren an den Nasenfluegeln ueber den Schnabel auszuscheiden.

Albatrosse verbringen den Grossteil des Tages auf dem Meer, fressen Fische, Tintenfische, und Wirbellose. Sie brueten fast ausschliesslich auf Española in Kolonien. Sie paaren sich mit nur einem Partner das ganze Leben lang. Weibchen legen ein Ei, um welches sich beide Partner etwa 7 Monate lang kuemmern. Danach fliegt das Jungtier aufs Meer hinaus und kommt nach etwa 5 bis 7 Jahren als erwachsener Vogel zurueck, um sich dann hier wieder zu paaren.

Galapagosalbatrosse, wie andere Albatrosse auch, finden sich durch ein sehr langes, lautes und komplexes Balzritual. Der Tanz inkludiert das Aneinanderschlagen der Schnaebel, wobei sich die Partner beugen, sich Angesicht-zu-Angesicht gegenueber stehen und ihre Schnaebel schnell durch vor-und zurueck-Bewegungen aneinanderschlagen. Anschliessend stehen sie zueinander in einer aufrechten Bewegung, machmal verharren sie dabei mit weit geoeffneten Schnaebeln. Diese werden dann mit lautem Klappern wieder zugeschlagen. Der Tanz inkludiert auch, sich zu buecken und um den anderen herumzumarschieren, begleitet von einem uebertriebenen Wedeln des Kopfes und einem nasalen "anh-a-annhh" Laut. Diese Schritte werden regelmaessig von einer erneuten Runde Schnabel-Klappern unterbrochen. Fuer Besucher ist es ein grosses Glueck dieses Ritual zu erleben, es ist ein Highlight eines jeden Galapagos Besuches. 

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Flugunfaehiger Komoran

Galapagos Inseln Vogelbeobachtungen - flugunfaehiger Komoran

Der Galapagos flugunfaehige Komoran entwickelte sich auf einer isolierten Insel, die frei jeglicher Feinde war, weshalb diese Voegel keinen Grund hatten, zu fliegen und verloren schliesslich ihre Faehigkeit, zu fliegen.

Diese einzigartige Komoran-Vielfalt lebt auf den westlicheren Inseln Fernandina und Isabela, wo es viel Nahrung und Brutstaetten fuer diesen ungewoehnlichen Vogel gibt. Auf Inseln mit viel Futter und jeder Sicherheit hatten diese Voegel praktisch keinen Vorteil davon, ihre Fluegel zu nutzen und zu fliegen. Schliesslich, frei nach dem Prinzip natuerlicher Auslese wurden sie flugunfaehig. Da die meisten ihrere Feinde im Meer leben, wurden die Komorane mit kleineren Fluegeln eben zu besseren Schwimmern.

Der flugunfaehige Komoran (Nannopterum harrisi) ist der einzige Komoran (family Phalacrocoracidae), der auf Galapagos lebt. Er ist auch der einzige unter den 27-28 Komoranspezien, der die Faehigkeit, zu fliegen, verloren hat. Dieser Vogel ist so ungewoehnlich im Vergleich zu anderen Komoranen, dass viele Autoren ihn in eine andere Gattung als die der Komorane einordnen - alle anderen Komorane gehoeren zur Gattung Phalacrocorax. Wie andere flugunfaehige Voegel, ist der Kiel des Brustknochens, welcher die grossen Flugmuskeln unterstuetzt, stark zurueckgebildet. Stattdessen sind die Beine kraeftiger als bei denen anderer Komorane. Anders als bei den Pinguinen, die ihre Fluegel als Paddel benutzen und somit buchstaeblich durch das Wasser fliegen, bewegt sich der flugunfaehige Komoran durch kraeftige Tritte im Wasser voran. Diese Voegel suchen sich ihre Nahrung nicht weiter als 100 m vom Land entfernt und ernaehren sich von Tintenfischen, Aalen und anderen Fischen.  

Jedoch blieben die Galapagos Inseln nicht frei von Feinden und als Konsequenz ist dieser Komoran inzwischen einer der seltensten Voegel dieser Erde.

Innerhalb der Jahre wurden Katzen, Hunde und Schweine auf den Inseln eingefuehrt. Diese hatten einen drastischen Effekt auf die Komoranpopulation. Ausserde hatten die Komorane auch keine Angst vor den Menschen, man konnte sich ihnen leicht annaehern und sie einfach aufheben. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es nur noch etwa 1.000 flugunfaehige Komorane, die Spezies ist als selten gelistet. Nichtsdestotrotz wird sie nicht als gefaehrdet betrachtet.  

Flugunfaehige Komorane haben ein sehr komplexes Balzverhalten, welches im Wasser beginnt und dann an Land weitergeht. Das Paar schwimmt um sich selbst herum, ihre langen Haelse biegen sich dabei in eine schlangenartige Figur. Das Maennchen fuehrt das Weibchen dann an Land, dreht sich zum Weibchen und macht mit seinem Hals noch einmal diese schlangenartige Figur. Das Paerchen baut ein Nest aus Seegras, Seeigeln, Seesternen und toten Fischen. Das Maennchen bringt dann kontinuierlich "Geschenke", welche das Weibchen in das Nest einbaut. Das Weibchen legt 3 Eier, wobei im Normalfall nur ein Kueken ueberlebt. Beide, Maennchen und Weibchen, teilen sich das Brueten.

Sobald das Kueken geschluepft ist, teilen sich die Eltern auch die Verantwortung des Fuetterns und des weiteren Bruetens (also die Kueken vor zu viel Hitze oder Kaelte zu schuetzen). Aber sobald die Kueken alt genug sind und genug Futter vorhanden ist, ueberlassen die Weibchen den Maennchen die weitere Aufzucht und sie werden sich auf die Suche nach einem neuen Maennchen begeben. Weibchen koennen in einem Jahr 3 Mal Eier legen. Und obwohl ihre Population recht klein ist, erholen sich diese Tiere sehr schnell von umweltbedingten Katastrophen wie etwa El Niño. 

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Audubonsturmtaucher

Galapagos Inseln Vogelleben - Audubonssturmtaucher

Der Audubonssturmtaucher (Puffinus iherminieri) ist ein mittelgrosser Seevogel und meistens von Yachten aus zu beobachten. Typischerweise gleiten sie nah ueber dem Wasser mit abwechselnden Fluegelschlaegen oder auch Gleitfluegen. Sie scheinen immer in Bewegung zu sein, entweder allein oder in einem Schwarm und so ist es nicht einfach, einen guten Blick auf sie erhaschen zu koennen, geschweige denn, ein gutes Foto zu machen.

Sie haben weisse Baeuche mit braunen Fluegeln und einem braunen Ruecken, sowie einen dunkelbraunen Kopf mit einem weissen Hals. Oftmals werden sie mit dem selteneren und groesseren Hawaiisturmvogel verwechselt (Pterodroma phaeopygia). Abgesehen von der Groesse sind die Stirn und das Gesicht des Hawaiisturmvogels weiss.

Der Audubonssturmtaucher ist weltweit vertreten, mit Populationen ausserhalb von Galapagos im westlichen und mittleren Pazifik, in der Philippinischen See, im Indischen Ozean und in der Karibik (es gab sie auch einmal in Bermuda). Die Galapagosspezies wird als endemische Unterspezies betrachtet. Sturmtauchern begegnet man auf dem ganzen Archipel, meistens jedoch bei den Kliffs, wo sie auch nisten. Sie ernaehren sich von kleinen Planktonkrebsen und Fischlarven, die sie von der Oberflaeche aufschnappen, von kleinen Fischen und von Tintenfischen, die sie fangen, indem sie bis zu 6 Fuss in die Tiefe tauchen. Es ist nicht ungewoehnlich, sie in grossen Schwaermen fischen zu sehen oder gar in gemischten Schwaermen mit Pelikanen und Noddy-Seeschwalben.

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Rotschnabel-Tropikvogel

Galapagos Vogelbeobachtungen - Rotschnabel-Tropikvogel

Der Tropikvogel, der kleinste der Pelikane, gehoert zur Familie der Phaethontidae, welche 1 Gattung, Phaethon, und 3 Arten umfasst. Ihren anderen Namen "bosun bird" haben sie von ihrem charakteristischen "t'weee-eee" Ruf, welcher an eine Bootsmannpfeife erinnert. Die Galapagos Insel Spezies, den Rotschnabel-Tropikvogel (P. aethereus), kann man auch in anderen tropischen Laengengraden des oestlichen Pazifiks, des Indischen Ozeans und der Karibik finden. Es ist nicht ungewoehnlich sie auf Galapagos zu beobachten, wie sie am Kliff entlanggleiten, wo sie ihre Nester bauen, auf Inseln wie etwa South Plaza, Espanola, Genovesa und North Seymour. Tropikvoegel sind auffaellige Voegel mit leuchtenden weissen Koerpern, schwarzen Fluegelspitzen und -streifen an den Augen. Sie haben rote Schnaebel und 2 besonders lange Schwanzfedern. Wie auch einige andere der Pelikane, sind Tropikvoegel Sturztaucher und ernaehren sich von Tintenfischen und Fischen, auch weit draussen auf dem Meer. Nach einem Tauchgang bleiben sie fuer einen Moment auf der Oberflaeche sitzen, mit ihren 2 Schwanzfedern in aufrechter Position. 

Tropikvoegel umwerben sich gegenseitig mit Flugkuensten und Rufen. Sie bauen ihre Nester auf Felsvorspruengen, in Loechern oder Spalten in Kliffs und legen ein einziges Ei auf den Boden. Beide Eltern teilen sich das Brueten und Fuettern des Kuekens. Der junge Tropikvogel sieht seinen Eltern sehr aehnlich, bis auf die Tatsache, dass sein Schnabel noch gelb ist.

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Braune Pelikane

Galapagos Vogelbeobachtungen - Braune Pelikane

Der braune Pelikan (Pelecanus occidentalis) ist auf allen Inseln zu finden, ueber's Wasser gleitend, tauchend oder sich in Mangrovenbaeumen ausruhend. Ausserhalb von Galapagos kann man den Braunen Pelikan entlang der Westkueste Suedamerikas, Zentralamerikas, Nordamerikas und der Karibik finden. Die Galapagospopulation der Braunen Pelikane wird als endemisch betrachtet.

Erwachsene Tiere koennen von den jungen Exemplaren anhand des Gefieders unterschieden werden. Jungtiere haben das Gesicht, die Haut, den Schnabel und die Beine in einem Grauton und den Rest des Koerpers in Braun gehalten. Erwachsene Pelikane haben einen weissen Hals, oft mit einer gelben Krone, einen grau-braunen Oberkoerper und einen braun-schwarzen Unterkoerper. Waehrend der Brutzeit faerbt sich der hintere Teil des Halses haselnussbraun. Das Tier in dem Foto oben links ist ein erwachsenes Exemplar mit einem Nicht-Brutzeit-Gefieder.

Die Braunen Pelikane bauen ihre Nester in Mangroven oder flachen Kuestenbueschen, wie etwa dem Salzbusch(Cryptocarpus). Weibliche Pelikane legen 2 bis 3 Eier und beide Elternteile teilen sich das Brueten und Fuettern. Von allen Pelikanarten hat dieser den groessten Hautsack am Unterschnabel, aus welchem die Jungtiere ihr Futter bekommen. Pelikane brueten das ganze Jahr ueber, jedoch tendieren kleine Kolonien dazu, gemeinsam zu brueten. Der beste Ort, um bruetende Pelikane zu sehen ist Isla Rabida.

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