Galapagos Inselvulkane - Cerro Azul
Der Vulkan Cerro Azul bedeckt die südwestliche Ecke von Isabela (Albermarle Island). Obwohl kleiner als sein Nachbar im Westen, Sierra Negra, ist sein Gipfel mit 1690 m höher. Cerro Azul ist mit 9 bekannten historischen Eruptionen sehr aktiv, die jüngste begann im September 1998 und reichte bis in den Oktober hinein. Diese Eruption war recht ungewöhnlich, denn Lava strömte aus 2 Öffnungen: aus einem Riss nahe der östlichen Basis und aus einem Riss der Kaldera. Aufgrund der Abgeschiedenheit des Vulkans kann es jedoch gut sein, dass viele Eruptionen der letzten 100 Jahre unbemerkt geblieben sind. Die Zusammensetzung der Lava hier ist recht uniform und ähnlich zu der des Sierra Negras. Beide, Cerro Azul und Sierra Negra, haben eine hohe Konzentration unverträglicher Elemente. Hinweise darauf, dass die Schmelzen hauptsächlich vom Galapagos Mantelplume stammen, weniger aus der Asthenosphäre.
Cerro Azuls Kaldera erstreckt sich in einer ENE-WMW Richtung und gehört mit 4km x 3km zu den kleinsten Vulkanen der westlichen Galapagos Inseln. Nichtsdestotrotz ist seine Kaldera mit 650m eine der Tiefsten der westlichen Inseln. Sie ist recht komplex mit zahlreichen Einbuchtungen und Banken, die implizieren, dass die Kaldera nicht während 1 Ausbruches, sondern durch mehrere Kolläpse geformt wurde. Ein großer Schlackekegel kann auf dem Grund der Kaldera gesehen werden. Viele junge Lavaflüsse brachen aus einem bogenförmigen Risssystem am südlichen Rand der Kaldera aus und flossen dann entlang der Kalderawand hinunter auf den Grund. So hat sich in den letzten Dekaden ein See gebildet, der den größten Teil des nordöstlichen Grundes bedeckt. Kalderaseen sind nicht ungewöhnlich auf Galapagos, aber selten sind sie von Dauer.