Galapagos Inselvulkane - Vulkan Wolf
Vulkan Wolf am nordöstlichen Ende der Insel Isabela (auch Albarmarle Island) ist mit 1700m der höchste Vulkan von Galapagos. Wie auch die anderen westlichen Vulkane besitzt er eine große Kaldera. Vulkan Wolfs Kaldera hat eine leichte NW-SE Ausrichtung, misst 5km x 7km und ist mit 600m der zweittiefste Vulkan der Inseln. Wolf gehört zudem auch zu den aktivsten Vulkanen von Galapagos. Der Kalderagrund ist bedeckt mit junger Lava und man kann viele junge Lavaflüsse auf den Flanken erkennen, besonders auf der östlichen Seite. Zehn historische Eruptionen wurden zwischen 1797 und 1982 beobachtet. Der Ausbruch von 1982 war besonders spektakulär: Lavafontänen strömten aus Rissen des Kalderagrundes und schossen zum Kalderarand. Aufgrund der steilen Abhänge ist ein Großteil der Lava des Wolf Vulkans aa Lava. Diese Tatsache macht den Aufstieg zum Gipfel recht schwierig.
Die Verteilung der Abzugslöcher ist typisch für die we
stlichen Vulkane. Sie sind entlang der umfassenden Risse um den Gipfel verteilt. Eine besonders aktiv ausgerichtete ESE-WNW Risszone verbindet Vulkan Wolf mit seinem westlichen Nachbarn Vulkan Ecuador, der jedoch wesentlich kleiner ist. Obwohl sie direkt aneinander angrenzen unterscheiden sich die beiden Vulkane markant in der Zusammensetzung ihrer Lava, besonders in Spurenelementen und in der isotopischen Zusammensetzung. Es gibt auch klare Unterschiede bezüglich der Lava zwischen Wolf und seinem südlichen Nachbarn, Vulkan Darwin (wenn auch weniger markanter als zwischen Wolf und Ecuador). Hinsichtlich der isotopischen Zusammensetzung ist Vulkan Wolf recht ungewöhnlich, denn die isotopischen Verhältnisse ähneln eher denen von Lava, die beim mittelozeanischen Rücken ausgebrochen ist, als der von einer ozeanischen Insel. Dies trifft auch auf einige andere Galapagosvulkane zu, besonders auf Santa Cruz und Genovesa.
Bis vor kurzem bewahrten seine Abgeschiedenheit und die steilen Abhänge Wolfs den Vulkan mitsamt seiner Flora und Fauna vor Einflüssen des Menschen und seinen eingeführten Tieren. Jedoch ist das Gebiet nun bedroht von einer Wildziegeninvasion, die ganz Nordisabela heimsucht, besonders stark Alcedo. Wildziegen wurden erstmals im Jahr 1995 auf Wolf entdeckt. Sie zerstören die heimische Flora und bedrohen somit auch die heimischen Pflanzenfresser wie etwa die Landechse oder die Riesenschildkröte.