Galapagos Inselflora - Kakteen und Trockenpflanzen
Trockene Bedingungen herrschen auf den Galapagos Inseln vor und so ist es völlig normal, viele dürre-resistente Pflanzen vorzufinden. Ein Großteil der Landschaft ist harsch und öde, so dass sie von genannten Pflanzen dominiert wird. Auf vielen Inseln werden Sie nur eine Trocken-und eine Küstenzone entdecken.
Im trockenen Innenland ist die häufigste Pflanze der Kaktus. Diese Sukkulente ist in der Lage, Wasser in ihrem Stam
m und ihren Blättern zu speichern. Sie können auch in feindseligem Klima und während Dürreperioden wachsen. Die meisten Kakteen besitzen Dornen, die aus Blättern entstanden sind. Diese Dornen sind ein sehr wichtiger Teil der Kakteen, die sie vor Feinden schützen, etwa Tiere, die die Kakteen fressen. Außerdem spenden sie Kühle, indem sie die innnere Temperatur der Kakteen niedrig halten und auch jegliches Regenwasser an den Stamm weiterleiten. Die wachshaltige Schicht, die den Kaktus umgibt, schützt vor Verdunstung wichtiger Feuchtigkeit. Blätterähnliche Stengel, Pads, lagern und konservieren Feuchtigkeit und besitzen außerdem eine wichtige photosynthetische Funktion.
Endemische Kakteen auf Galapagos inkludieren den Lavakaktus, den Kandelabrakaktus, sowie einige Spezien der Opuntie.
Prickly Pair Kaktus (Opuntia Cactaceae)
Feigenkaktus ist der geläufige Name für Pflanzen der Kaktusfamilie. Heimisch in den tropischen und subtropischen Gegenden der U.S.A, von Baja California und der Sonora Wüste Mexikos, haben diese Pflanzen sich in den tropischen Regionen dieser Welt ausgebreitet.
Dies ist der am häufigsten vorkommende Kaktus auf den Inseln. Mit gelben Blüten wächst er wie ein Busch, jedoch kann er auf Inseln, die besonders viele Pflanzenfress
er beherbergen, bis zu 1,5m hoch wachsen. Der Feigenkaktus stellt für Landechsen und Landschildkröten die Hauptnahrung dar. Sein dünner Stamm ist von kleinen steifen Härchen bedeckt, die Dornen sind typisch. Die gelben Blüten entwickeln sich zu orange-roten, dornenübersähten Früchten.
Der Feigenkaktus hat 14 verschiedene Typen hervorgebracht, von der Opuntia Echios Variation Gigantea, die bis zu 12m hoch wächst, bis hin zur Opuntia Echios Variation Barringtonensis, die auf Santa Cruz gedeiht und deren Stamm einen Durchmesser von 1,25m misst.
Die Galapagos Kakteen sind Habitat und Futterquelle für viele Vögel und Tiere, wie etwa 2 Finkenspezien, Echsen, Tauben, Landschildkröten und Spottdrosseln.
Lavakaktus (Brachycereus Nesioticus)
Sie wachsen in Lavafeldern, wie ihr Name schon vermuten lässt. Sie k
ommen immer in Gruppen vor, die insgesamt eine Höhe von circa 60cm erreichen. Sprößlinge dieser Pflanze sind zuerst noch gelb, werden mit der Zeit aber immer blasser, bis sie schlußendlich eine graue bis schwarze Färbung annehmen. Die creme-farbenen Blüten sind ausschließlich in den frühen Morgenstunden sichtbar, gegen 8Uhr schon kann man sie in der Regel nicht mehr entdecken.
Candelabra Cactus (Jasminocereus Thouarsii)
Nach seiner Form benannt, wächst dieser Kaktus bis zu 7m hoch. Seine röhrenförmigen Stengel erinnern an die der Orgelpfeifenkakteen der Sonora Wüste. Die grüne
n oder roten Blüten sind zwischen 2cm und 6cm groß. Sie öffnen sich noch vor der Morgendämmerung und entwickeln sich in Früchte der gleichen Farbe. Der Kandelabrakaktus kann auf den Kliffs außerhalb von Puerto Ayora auf Santa Cruz gesehen werden.
Weitere Trockenpflanzen
Cutleaf Daisy - endemische Spezies der Gänseblümchen
Lantana - endemischer Busch mit wunderschönen Blüten
Torfgränke - wächst als großer Busch oder kleiner Baum mit schmalen gelb-grünen Blättern
Manzanillo - eine Pionierpflanze, die wie ein Gras aussieht. Wächst auf Lavafeldern.
Muyuyo - hübsche gelbe Blüten. Ein großer Busch, sehr häufig
Palo Santo - zur meisten Zeit des Jahres ein blätterloser Baum. Der Stamm ist mit Flechten bedeckt. Aromatisch.
Palo Verde - lange grüne blätterloese Stiele. Spitze Dornen.
Tiquilia - endemische hölzerne Kräuter mit matter Graufärbung. Pionierpflanze, wächst in sandigen Gegenden.
Tribulus - auch bekannt als "Puncture Vine". Hat spitze Dornen. Futterquelle der Mittelgrundfinken.