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Galapagos Inselflora - Mangrovenwälder

Man kann auf den Inseln entlang der Küten 4 verschiedene Mangrovenspezien finden: rot, schwarz, weiß und die Buttonmangrove. Eine starke Konzentration von Nährstoffen und Planktion schwemmt mit den Gezeiten ein und aus und machen den Mangrovenwald so zu einer wichtigen Brut-und Aufzuchstätte für Fische und Wirbellose. Er wird auch von Vögeln häufig als Nistplatz genutzt.

Mangrovensümpfe bestehen aus einer Vielzahl von salztoleranten Bäumen und Büschen, die in Salzwasser wachsen. Mangroven können anhand ihres Wurzelsystems sehr leicht identifiziert werden. Diese Wurzeln haben sich speziell an die bestehenden Bedingungen angepasst, indem sie über dem Wasser wachsen. Vertikale Zweige, Pneumatophoren, agieren als Organe, die den Baum quasi durchlüften, das Salz herausfiltern und es dem Baum so ermöglichen, Süßwasser zu bekommen.  

Man nimmt an, dass die Mangroven im Fernen Osten entstanden sind. Über Millionen von Jahren sind vermutlich Pflanzen und Samen westlich über den Ozean zu den Galapagos Inseln gespült worden. Mangroven wachsen in speziellen Zonen ihres Ökosystems. Abhängig von der Spezies kommen die Mangroven entlang der Küstenlinie, in geschützten Buchten und auch weiter Inland an Wassermündungen vor. Mangroven variieren auch in der Größe, je nach Spezies und Umfeld. Galapagos ist das Zuhause von 4 Mangrovenarten: 

 

Schwarze Mangrove

Die Schwarze Mangrove (Avicennia germinans) besitzt die Blätter mit der höchsten Salztoleranzschwelle aller Mangroven - die Blätter haben salzextrahierende Drüsen. Die Bäume wachsen bis zu 20m hoch; die langen ausladenden Äste sind von einer dunkelbraunen Rinde umgeben. Die Blätter wachsen je in Paaren, sind ledrig und besitzen eine schmale ovale Form. Die oberen Blätter sind dunkelgrün und die unteren sind hellgrün, oft mit kleinen Härchen daran, die von Salz umgeben sind. Die gelben Blüten wachsen in Mustern und entwickeln sich zu einer Limabohnen-ähnlichen Frucht. Schwarze Mangroven haben einen Teppich kurzer, schwarzer Wurzeln oder Pneumatophoren, die den Stamm der Bäume umgeben. 

 

Rote Mangrove

Die Rote Mangrove (Rhizophora mangle) ist die häufigste Mangrovenart auf Galapagos und benannt nach ihrem rötlichen Holz. Diese Spezies wird auf der ganzen Welt als Quelle für Kohle und Tannin für Lederarbeiten benutzt. Bäume wachsen bis zu 22m hoch, jedoch kann man Rote Mangroven hier und da auch als kleine Büsche sehen. Die dicken ledrigen Blätter wachsen in Paaren mit großen dunkelgrünen Blättern in den oberen und blassgrünen Blättern in den unteren Schichten. Rote Mangroven haben gelbe Blüten, die in Gruppen von 2 or 3 wachsen. Man kann diese Pflanzen in Nähe der Ebbe-Zone und auch auf größeren Erhebungen zusammen mit anderen Mangrovenspezien sehen.   

 

Buttonmangrove oder Buttonwood

 

Buttonmangroven oder Buttonwood (Conocarpus Erecta) sind keine echten Mangroven, aber dieser Baum wird oft in den höheren Mangrovengebieten gefunden. Diese Pflanze hat eine graue Rinde und Blätter, die entweder oval, ledrig und sanft grün sind oder aber spitz zulaufend mit Salzdrüsen am Ansatz. Buttons haben grüne Blüten, die sich zu einer violettfarbenen reifen Frucht entwickeln.

 

Weiße Mangrove

Die weiße Mangrove (Laguncularia Racemosa) wächst als Busch mit Wurzeln knapp über dem Wasser. Sie gedeiht in Gegenden mit unregelmäßigen Gezeiten. Ihre Blätter sind weich, rechteckig und hellgrün mit eingeschnittenen Enden.